Was ist eine vertikale Maus?

Vertikale Mäuse sind mehr oder weniger eine Seltenheit auf dem Markt aber ein wirklicher Geheimtipp. Besonders kostengünstig und ergonomisch gestaltet, eignen diese sich bestens für den Einsatz im Büro und sind nicht nur einfach bequem, sondern auch gesünder. Was hinter dem Begriff vertikale Maus steckt, erfahren Sie im Artikel.

Mausarm/Tennisarm vorbeugen: RSI Syndrom erklärt

Vertikale Mäuse werden oft aus einem Grund gekauft, dem RSI-Syndrom. Die Abkürzung bedeutet Repetitive Strain Injury-Syndrom und das heißt auf deutsch so viel wie “Verletzung durch wiederholte Beanspruchung/Belastung”. Umgangssprachlich finden sich für dieses Phänomen unterschiedliche Namen wie Mausarm, Tennisarm oder auch Sekretärinnenkrankheit. Das RSI-Syndrom beschreibt Beschwerden an Arm, Hand, Nacken und Schulter, die durch wiederholende Tätigkeiten, wie z.B. das Bedienen von Maus und Tastatur, auftreten.

Um der Krankheit vorzubeugen, ist ein durchweg ergonomischer Arbeitsplatz und Unterbrechungen, die Bewegung und Sport enthalten, von Nöten. Neben einem ergonomischen Stuhl und einer Handballenauflage für die Tastatur, werden vertikale Mäuse immer öfters empfohlen. Diese tragen maßgeblich zur Prävention bei und Verändern die Stellung der Hand sowie des Armes, um Handgelenk und Unterarm zu entlasten.

Das Repetitive Strain Injury Syndrom wird in den USA und Großbritannien bereits als Berufskrankheit anerkannt, in Deutschland ist das nicht automatisch der Fall. Hier wird jeder Fall genauer untersucht und erst wenn eine “Sehnenscheidenentzündung durch Mausbedienung” diagnostiziert wurde, wird diese als Berufskrankheit anerkannt. Somit ist es in Deutschland besonders von Interesse, dem RSI-Syndrom vorzubeugen.

Eigenschaften einer vertikalen Maus

Viele namhafte Hersteller bemühen sich, ihre ergonomischen Mäuse an die Frau und an den Mann zu bringen. Mit dabei sind Microsoft, Logitech, Evoluent, CSL-Computer und zahlreiche andere Hersteller. Die Mäuse haben aber alle ein gemeinsam, nämlich die vertikale Ausführung. Bei dieser wird die Maus in die Höhe (Vertikale) gebaut, anstatt wie herkömmlich flach und lang in die Horizontale. So entsteht quasi ein kleiner Turm, um den sich die Hand schmiegt.

Auf diesem Turm befinden sich dann wie bei einer herkömmlichen Maus die zwei Maustasten sowie ein Scrollrad und diverse Seitentasten und DPI-Regler (je nach Modell). Das heißt, anstatt flach auf die Tasten zu drücken und das Handgelenk bei Seitwärtsbewegungen hin und her zu bewegen, verbleibt die Hand immer in der ein und selben Position und das Handgelenk nimmt eine natürliche Stellung ein. Durch die Muskelentlastung im Unterarm ist außerdem ein konstanter Blutfluss gewährleistet und so werden möglichen Verspannungen und Krämpfen entgegengewirkt.

Sollten Sie außerdem unter dem Karpaltunnelsyndrom (KTS) leiden und verengte Nervenkanäle haben, sind vertikale Mäuse ein Muss! Viele zufriedene Kunden vertikaler Mäuse berichten davon, dass sie nach kurzer Eingewöhnung dank Vertikalmäusen keinerlei Schmerzen mehr spüren. In jedem Fall, gleich ob mit oder ohne bereits vorhandene Krankheit oder Schmerzempfinden, sollte die vertikale Maus auf die Passgenauigkeit mit der eigenen Hand abgestimmt sein. Tritt selbst nach einer Eingewöhnungszeit ein unwohles Gefühl beim Nutzen der Maus ein sollte sie ausgetauscht werden.

Vertikalmäuse gibt es, wie auch normale Mäuse, in verschiedenen Austattungsvarianten und von unterschiedlichen Herstellern. So gibt es sie als kabellose Variante und Funkmaus oder kabelgebunden über USB. Weiterhin lässt sich bei den Sensoren zwischen Optischen Sensoren und Laser wählen. Auch nach Art der Bedienung wird unterschieden. Für Linkshänder sind derzeit weniger Modelle als für Rechtshänder verfügbar. Auf andere Alternativen kommen wir gleich zu sprechen. Auflösung und Anzahl der Tasten sowie Funktion des Scrollrads hängen ebenfalls vom gewünschten Modell ab. Zudem gibt es Modelle mit Beleuchtung und andere mit extra großer Handballenauflage.

Diese Alternativen gibt es

Vertikalmäuse sind nicht die einzigen, die versuchen ergonomischer und gesünder zu sein. Ihre größten Kontrahenten sind Touchpads und Grafiktabletts. Besonders Touchpads á la Apple Magic Wireless Trackpad, Logitech TouchPad und dem Wacom Bamboo Pad liegen im Trend und garantieren eine natürliche Hand -und Unterarmstellung. So wird das Bewegen des Mauszeigers mit den Fingern eins der natürlichsten Erlebnisse. Vor allem bei Apples Trackpad in Verbindung mit einem Mac und OS X wird das Arbeiten mit dem Computer stark vereinfacht, da es vorkonfigurierte Gesten für verschiedene Funktionen gibt und so das Zoomen beispielsweise wie bei Smartphones mit zwei Fingern funktioniert.

Grafiktabletts setzen auf das gleiche Prinzip wie die Touchpads und erlauben das Bedienen des Computers mit Hilfe eines Stifts. Hersteller der Wahl ist hier Wacom. Der französische Hersteller arbeitet seit Beginn der Grafiktabletts an seinen Produkten und bietet umfangreiche Lösungen an. Die konfigurierbare Software unterstützt den Anwender dabei.

Zudem gibt es diverse andere Lösungen wie beispielsweise Logitechs Trackball Mäuse. Hierbei wird der Mauszeiger mit Hilfe einer Kugel auf der Maus bewegt und benötigt lediglich die Bewegung eines Fingers anstatt der ganzen Hand. Außerdem gibt es aus der Industrie Joysticks die denen aus einem Flugzeug ähneln und mit denen ebenfalls der Mauszeiger bedient werden kann.

Fazit: gesundheitsfreundliche Mäuse

Wer auf der Suche nach einer ergonomischen und gesundheitsfreundlichen Maus ist, der ist mit vertikalen Mäusen bestens bedient. Nicht allen werden Touchpads und Grafiktabletts zusprechen und Nutzern von herkömmlichen Mäusen wird der Umstieg auf vertikale Mäuse wesentlich einfacher Fallen. Ein äußerst positiver Faktor ist die breite Masse an unterschiedlichen Herstellern und Modellen, womit man freie Wahl hat, für welche vertikale Maus man sich letztendlich entscheidet.

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