Arbeiten am Computer – Gesundheitliche Risiken und Tipps

Immer mehr Menschen sitzen viele Stunden täglich am PC – und das nicht einmal freiwillig: Zwar hat sich die PC-Nutzung im privaten Bereich in den letzten Jahren ebenfalls erhöht; immer weiter nimmt aber auch der Rechner-Einsatz am Arbeitsplatz zu. Während im Jahre 2008 rund 60% aller Deutschen berufsbedingt mindesten einmal die Woche einen Rechner verwendet haben, ist diese Zahl im letzten Jahr auf etwa 70% angestiegen. Allein die weitere Automatisierung in der Industrie wird künftig dafür sorgen, dass dieser Trend anhält. Nicht nur für die Arbeitgeber, sondern auch für jeden einzelnen Betroffenen gewinnt das Thema „Ergonomie am Arbeitsplatz“ deshalb zunehmend an Bedeutung. Bei falscher Sitzhaltung oder ungünstig designten Eingabegeräten drohen ansonsten physische Langzeitschäden.

Verstellbarer Bürostuhl wichtig

Das Tückische an der PC-Arbeit ist, dass die Betroffenen durch die Vertiefung in Ihre Arbeit häufig gar nicht merken, wie sehr sie ihrem Körper schaden. Die Empfehlung, die Sitzposition regelmäßig zu wechseln, wird nicht selten vollkommen ignoriert. So sind dann auch Rückenschmerzen die häufigsten Folgen von langer Arbeit am Rechner, aber auch Kopfschmerzen und Augenprobleme sind alles andere als eine Seltenheit. Eine wichtige Aufgabe kommt deshalb dem Bürostuhl zu: Er sollte nicht nur in der Höhe verstellbar sein, sondern auch die Möglichkeit bieten, Arm- und Rückenlehnen individuell auf die eigenen Bedürfnisse einstellen zu können. Zudem sollte er ein dynamisches Sitzen, also den Wechsel der Sitzposition, durch eine nachgiebige Rückenlehne ermöglichen. Letztere muss dabei so ausgeformt sein, dass die Wirbelsäule optimal gestützt und somit entlastet wird. Perfekt ist in Verbindung mit einem solchen Bürostuhl auch ein Tisch, der ebenfalls in der Höhe verstellbar ist. Fachleute halten einen Verstellbereich zwischen 68 und 76 Zentimetern für ideal. Im Ergebnis sollten Ober- und Unterarm sowie Ober- und Unterschenkel im rechten Winkel zueinander stehen.

Ergonomische Maus beugt Schmerzen im Unterarm vor

Maus und Tastatur liegen dabei idealerweise auf einer Linie. Doch nicht nur die Position, sondern auch die Eingabegeräte müssen günstig gestaltet sein: Bei einer herkömmlichen Maus muss die Hand zum Greifen nach innen verdreht werden – was auf Dauer ermüdend sein kann. Soll eine ergonomische Maus gekauft werden, muss zunächst einmal auf eine passende Größe geachtet werden: Kleine Laptopmäuse sparen unterwegs Platz, sind für ausgewachsene Hände aber nicht dauerhaft geeignet. Eine ausreichend große Maus hingegen sorgt dafür, dass die Finger weniger stark gekrümmt werden müssen. Auch eine Vertikal- oder Hochkant-Maus kann aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll sein, vielleicht sogar als Zweitmaus.

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